Nachrichten - Gesellschaft

Lise-Meitner-Tag an der gleichnamigen Oberschule

Statt Unterricht „Unsere Lisen“ gefeiert

Datum: 25.11.2019
Rubrik: Gesellschaft

Strausberg (sd). Am 7. November wäre Lise Meitner 141 Jahre alt geworden. Mit vielfältigen Aktionen wurde einige Tage später der traditionelle Lise-Meitner-Tag an der gleichnamigen Oberschule in der Vorstadt begangen. Unter dem Motto „Wir feiern unsere Lisen“ gab es statt Unterricht Projektarbeit, Experimente, Volleyballturnier, Englisch-Völkerball, Vorlesewettbewerb, Kuchenbasar und mehr. Das Motto spiegle wider, dass sich die Schülerinnen und Schüler sowohl mit der Namensgeberin der Schule als auch der Bildungseinrichtung auseinandersetzten und sich stärker mit der Schule identifizieren, um auch für die gute Arbeit vor Ort zu werben, erklärt Schulleiter Nils Mühlisch in seiner kurzen Begrüßung.  Anschließend übernahm je ein Schüler mit einem kurzweiligen Vortrag über Lise-Meitner die Begrüßung in der Aula. So war zu erfahren, dass Lise Meitner es als Frau in der Wissenschaft und als Jüdin nicht einfach hatte und beispielsweise Strebsamkeit und Freundschaft immer eine wichtige Rolle für sie spielten. Werte, die sich auch Schulleiter Nils Mühlisch ebenso von den jungen Menschen erhofft. Über 20 Schulen, je ein Krater auf dem Mond und der Venus, zwei Naturwissenschaftspreise, Literaturpreis und ein Asteroid sind nach der gebürtigen Österreicherin benannt, die vor allem für die Erklärung der Kernspaltung bekannt ist. Geteilt nach Jahrgangsstufen sieben und acht sowie neun und zehn starteten die je drei Klassen. Sportlich ging es los für die neunten und zehnten mit einem Volleyball-Turnier. Währenddessen verteilten sich die jüngeren Jahrgänge bei naturwissenschaftlichen Experimenten, Lesewettbewerb und anderen Aktionen. Beim Lesewettbewerb beurteilten sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig. Unter anderem wurde in der Gruppe von Kunstlehrerin Petra Hansch an Entwürfen für ein neues Schullogo gearbeitet. Schon 2008 entwickelten Schüler das aktuelle Bildnis, welches nun überarbeitet und nach einem Auswahlprozess präsentiert werden soll. Dabei spielen vielfältige Einflüsse eine Rolle. Unter anderem wurde Meitners Portrait als Atomkern dargestellt, während der Schulname die Hülle bildet, wurde die Schulsilhouette verarbeitet oder auch das Konterfei der berühmten Physikerin genutzt. In der Pause, in deren Anschluss die Siebt- und Achtklässler zum Englisch-Völkerball in die Sporthalle wechselten, gab es Kuchen und Würstchen mit Brötchen. Eltern und Mitglieder des Schulfördervereins bereiteten allerlei Gebackenes vor und verteilten die Wurstbrötchen. Während die Erlöse dem Schulförderverein zugutekommen, waren die Jugendlichen begeistert: „Das kann es ruhig öfter geben“, befanden viele. „Ihr müsst nicht die Welt verändern - niemand erwartet das von euch. Doch in eurem Rahmen könnt ihr euer Leben gestalten und verändern, wie es Meitner zeitlebens tat. Geht raus und tut etwas“, gab Nils Mühlisch den Jugendlichen abschließend mit auf den Weg. Spannung herrscht indes bereits angesichts des Lehrer-Schüler-Volleyball-Turniers vor Weihnachten.

Julian Post aus der Klasse 10.2 gab den Neunt- und Zehntklässlern einen Überblick über das bewegte Leben der Namenspatronin der Schule.

Beim Englisch-Völkerball gilt es, nicht nur Feldspieler, sondern auch Kegel abzuwerfen. Foto (2): sd

 

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