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Waldweihnacht im Forstbotanischen Garten

Lieder von Eis und Feuer

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Beitrag: Lieder von Eis und Feuer

Datum: 17.12.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Am 3. Adventwochenende fand im Forstbotanischen Garten in Eberswalde die Waldweihnacht statt. Seit fast 10 Jahren wird hier für zwei Tage ein Weihnachtsmarkt der etwas anderen Art auf die Beine gestellt. Dafür verwandelt sich das weitläufige Gelände in einen Märchenwald, der von Dutzenden Kreaturen aus Sagen und Mythen bewohnt ist. Die zahlreichen Schauspieler waren hier nicht nur Dekoration, jeder von ihnen hatte seine eigene Geschichte und seine eigenen Aufgaben in dem kurzfristigen Märchenwald.

Die detailreichen Kostüme, das Make-Up und die individuellen Geschichten der sagenhaften Charaktere sorgten besonders bei den kleinen Gästen für viel Eindruck. Auch die erwachsenen Besucher ließen sich bereitwillig auf das Spektakel ein, dass ihnen geboten wurde. Die Interaktion mit den Gästen hat einen besonderen Stellenwert eingenommen. Wenn die Märchengestalten nicht gerade in dem großen Wald unterwegs waren, wurden ihre Geschichten in mehreren Programmpunkten an verschiedenen Orten weitergesponnen.

Statt klassischer Weihnachtsmusik wurden hier live Lieder aus vergangenen Zeiten gespielt, die thematisch zu dem magischen Wäldchen passten. Die Musik lockte ab und an auch ein paar der Waldbewohner an, die es sich nicht nehmen ließen, den Zuschauern eine kleine Show zu liefern. Die Kulisse, die Spieler und die Musiker hauchten der Waldweihnacht Leben ein, schon bevor es dunkel wurde. Als der Abend anbrach, verwandelte sich das Gelände in ein Meer aus Lichtern und Fackelschein. Das Highlight bildete das Theaterstück „Auf der Suche nach dem Schnee“. Harmlos begann es mit ein paar Kindern, die ohne Schnee nicht mit ihrem Schlitten fahren konnten. Schnell entwickelt sich die Aufführung zu einem politischen Märchen. Klimawandel und die Gründe dafür wurden geschickt in Tanz und Akrobatik verpackt. Am Ende entbrannte eine Schlacht zwischen Feuer und Eis, bei der die Bewohner des Waldes alles daran setzen, um die auf Stelzen gehende Schneekönigin zu befreien und den Schnee zurückzubringen. Inszeniert wurde das Stück von Janana Klemm, die selbst in die Rolle der Schneekönigin geschlüpft ist. Trotz gelegentlichem Regen am Samstag war die Waldweihnacht gut besucht. Mehr als 1000 Gäste haben ihren Weg in den winterlichen Märchenwald gefunden. Wie viele davon sich im Reich der Elfen und Feen verloren haben, das weiß wohl nur die Schneekönigin selbst.

Bericht/Schnitt: Wilhelm Zimmermann Kamera: Andreas Klug

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