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Waggonkomödianten spielen im Sparkassenforum

Bühne auf 5 Meter geschrumpft

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Beitrag: Bühne auf 5 Meter geschrumpft

Datum: 18.12.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Die Adventswochenenden sind für das Kinder- und Jugendtheater Waggonkomödianten seit jeher die Zeit ihres Weihnachtsmärchens. Mit den „roten Zauberschuhen“ haben sie sich in diesem Jahr ein paar Schritte vom klassischen Märchen entfernt und ihre eigene Version des Zauberers von Oz auf die Bühne gebracht. Eine der größten Herausforderungen: Die Auftritte im Familiengarten am 6. Dezember, bei denen die Schauspieler vor 700 Kindern gespielt haben. Keine unbekannte Aufgabe; der Großteil der Mitglieder kennt die Hufeisenfabrik schon seit Jahren und weiß genau, worauf es hier ankommt. Eine bis dato noch eher unbekannte Herausforderung kam gleich im Anschluss auf die Theatergruppe zu: Der Kulissentransport in die obere Etage des Sparkassenforums und der Auftritt dort am nächsten Tag. Die Zentrale der Bank wurde fast ein Jahr lang umgebaut und erneuert. Dies stellte die Theatergruppe nicht nur vor altbekannte Erschwernisse, sondern schaffte noch einige neue Hindernisse.

Über einen schmalen Treppenaufgang musste jeder Teil des Bühnenbilds in die erste Etage der Sparkassenzentrale geschafft werden. Um die Kulissen auf dem engen Weg nach oben nicht zu beschädigen, musste die Truppe mit vereinten Kräften arbeiten und eine Menge Bedacht an den Tag legen. Während die letzten Kulissen ihren Weg in den 1. Stock fanden, waren dort schon viele Hände am Werk, um alles vorzubereiten. Die Spielfläche im Sparkassenforum ist deutlich schmaler als ihre eigene Bühne im Kulturbahnhof, geht dafür aber weiter in die Tiefe. Im hinteren Bereich musste ein Platz für die zahlreichen Kulissen gefunden werden, an dem sie auch während der kurzen Umbaupausen gut zu erreichen sind. Außerdem wurde die Zeit genutzt, um die Kostüme in den jeweiligen Umkleideräumen zu verteilen, zu überprüfen und gegebenenfalls noch einmal auszubessern oder Mängel zu reparieren. Die Stahlträger, an denen Effektlichter und der Vorhang befestigt werden, ist alles andere als platzsparend. So musste er im wahrsten Sinne des Wortes „zwischen Tür und Angel“ platziert werden. (Von den vielen Aufgaben ließen die Spieler sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil, in einem ruhigeren Moment haben sie sich von ihrer Umgebung inspirieren lassen und waren sofort in ihrem Element.)

Fast jedes Wochenende im Dezember ist die Theatergruppe mit den roten Zauberschuhen aufgetreten. In dieser Zeit haben sie in ihrem eigenen Saal in Finow, im Familiengarten und in der Sparkasse mehr als 1800 Zuschauer in die Welt der Märchen entführt.

In gewohnter Manier brachten sie die Abenteuer von Dorothy über die Bühne, die mit ihrem Hund Toto durch das Land von Oz zieht und dort auf ungeahnte Freunde trifft, aber auch ein paar unliebsamen Feinden begegnet, die es auf ihre roten Zauberschuhe abgesehen haben. Ihr Weg führt sie bis in die Smaragdenstadt, wo die ungewöhnliche Truppe vor den Zauberer von Oz treten und das verlangen kann, was ihnen fehlt. Ein Herz, Verstand, Tapferkeit und der Weg nach Hause. Erst später erfahren sie, dass die Lösung ihrer Probleme ganz nah liegt und nicht immer alles so ist, wie es scheint. Nach dem beschwerlichsten ihrer Auftritte liefen die letzten Vorstellungen nach Plan ab. Für die restliche Weihnachtszeit heißt es jetzt auch bei den Waggonkomödianten: Vorhang zu.

Bericht/Kamera/Schnitt: Wilhelm Zimmermann

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