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Weihnachtsshow der Waggonkomödianten

Eine schöne Bescherung

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Beitrag: Eine schöne Bescherung

Datum: 19.12.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Noch vor wenigen Wochen haben die Waggonkomödianten mit ihrem Weihnachtsmärchen „Die roten Zauberschuhe“ den Kulturbahnhof in Finow und weitere Bühnen der Stadt bespielt. Bei den meisten ihrer Aufführungen wurde den Gästen im Anschluss noch eine kleine Besonderheit geboten. Die Aufführungen der Truppe richten sich in erster Linie an Kinder. Da liegt es nah, als Vorgeschmack auf das nahende Fest nicht nur Märchenfiguren die Bühne bewohnen zu lassen, auch der Weihnachtsmann stattet dem Theater mit Säcken voller Geschenke einen Besuch ab. Die Weihnachtsshow der Waggonkomödianten hatte aber noch mehr zu bieten. Die Schwarzlichtshow beispielsweise, die man zu ihrem 70. Jubiläum im letzten Jahr bereits im großen Stil erleben konnte. Etwas kleiner, dafür aber noch durchdachter ging es an den Adventswochenenden zu. Dafür stand die Theaterleiterin Simone Blum auch selbst auf der Bühne. Die Inspiration für das diesjährige Spiel mit den Illusionen ist ihr im wahrsten Sinne auf der Straße begegnet.

Das Herzstück der Weihnachtsshow bildete der Tanz der Weihnachtsfrauen. Ihre Kostüme, in diesem Jahr Einteiler in den gewohnten Weihnachtsfarben, stammten aus der Hand ihrer Kostümbildnerin Manuela Ehrenreich, die dem Theater schon seit vielen Jahren mit Nadel und Faden zur Hand geht. Während die Tänzer sich hinter der Bühne auf ihren Einsatz einstimmten, wartete vor der Bühne schon die erste Überraschung auf die kleinen Gäste. Wer von ihnen sich zuvor an einem Quiz über das Märchen beteiligt hatte, konnte hier mit etwas Glück Preise gewinnen. Darum kümmerte sich die Frau des Weihnachtsmanns, Edna höchstpersönlich, mit Unterstützung des Weihnachtselfs Ecki.  

Wie so viele der Ideen im Theater entwickelte sich das Konzept für den Tanz der Weihnachtsfrauen durch einen Zufall und gemeinsam mit einigen der Schauspieler.

Auch bei ihrem Auftritt im Sparkassenforum hatten sie den Tanz der Weihnachtsfrauen im Gepäck. Die schmale Spielfläche stellte auch hier eine Herausforderung dar. Anspannung war den Tänzern aber offensichtlich nicht anzumerken. Mehr als einen Probedurchlauf ohne Musik brauchte es nicht, um sich an die veränderten Gegebenheiten anzupassen. Denn wer hier mittanzte, war auch fest in die Entwicklung der Choreographie eingebunden. Der Löwenanteil stammt weiterhin von Simone Blum, natürlich nicht ohne tatkräftige Unterstützung.

Wo es bei der Schwarzlichtshow noch ruhig zuging, wurde hier auf Lou Begas „Gentleman“ eine schnelle Choreo entwickelt, die auf einem simplen ChaCha-Grundschritt basiert. Das Erfolgsrezept der Weihnachtsshow setzt sich auch hier fort: Einfache Bausteine werden zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengefügt, die Lichtshow bildet den Feinschliff, um den Gästen etwas fürs Auge zu bieten. Das Highlight für die jungen Gäste kündigte sich gleich im Anschluss an. Der Weihnachtsmann konnte es sich nicht nehmen lassen, seiner Frau Edna zuerst ein Ständchen zu singen. Selbst im mollig warmen Theatersaal verwandelte sich die Bühne dafür in eine Schneelandschaft. Die prall gefüllten Geschenkesäcke, auf die die Kinder derweil schon sehnsüchtig warteten, sind den vielen Spenden zu verdanken, die das Theater von vielen Seiten erhält.

Noch ein langjähriges Ritual der Show, die sich der Weihnachtsmann der Waggonkomödianten selbst in der Sparkasse nicht nehmen lässt, ist seine Polonese. Mit dieser führt er die Kinder einmal durch den kompletten Saal und bis auf die Bühne, wo die Kleinen schließlich die langersehnte vorzeitige Bescherung erwartet. Schon jetzt hat Simone Blum erste Ideen für das Märchen und die Weihnachtsshow im Jahr 2020. Bis dahin wird im Kulturbahnhof fleißig geprobt.

Bericht/Kamera/Schnitt: Wilhelm Zimmermann

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