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Perfekte Ökosysteme auf kleinstem Raum

Flaschengärten

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Beitrag: Flaschengärten

Datum: 07.01.2020
Rubrik: Gesellschaft

Jetzt in der dunklen Jahreszeit sehnt man sich zunehmend nach frischem Grün und fiebert dem Frühling entgegen. Doch während sich draußen die Vegetation noch im Winterschlaf befindet, kann man sich dennoch seinen eigenen kleinen Garten ins Haus holen.

Wie das geht wissen Kimberly Frost und Rasmus Bürder von Tiny Gardens ganz genau. Sie erschaffen kleine Biotope in Gläsern.

So einen Flaschengarten herzustellen sieht eigentlich ganz einfach aus. Zunächst werden Basaltsteine auf dem Glasboden verteilt. Sie dienen als Drainageschicht, in der sich das Wasser sammeln kann damit sich die Nässe nicht staut. Darauf kommt eine Kohleschicht die als Wasserfilter dient.

Anschließend wird die Erde eingefüllt. Sie bildet den Boden in dem die Pflanzen wurzeln.

Am Rand des Glases, werden nun Schichten aus hellem und dunklem Sand aufgetragen. Sie bilden die dekorativen Streifen an der Glaswand und können natürlich auch in vielen anderen Farben ausgeführt werden.

Jetzt können die Pflanzen in den Flaschengarten einziehen. Allerdings sind nicht viele Gewächse für die kleinen Biotope geeignet. Hier gehen Kimberly Frost und Rasmus Bürder auf Nummer sicher, denn in den letzten Jahren haben sie viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Pflanzen gesammelt.

Anschließend können die Minigärten nach belieben dekoriert werden. Hierbei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und natürlich müssen die Spuren der Gartenbaumaßnahmen noch sorgfältig beseitigt werden.

Überhaupt ist es wichtig, keine Bakterien oder Keime in die Gläser zu bringen. Daher arbeiten Kimberly Frost und Rasmus Bürder auch stets mit Handschuhen und möglichst sterilen Werkzeugen. Damit alles gesund bleibt, sollte man auch nie in das Biotop eingreifen.

Wenn alles fertig und sauber ist wird das Glas mit einem Korkdeckel verschlossen und der Flaschengarten ist sich selbst überlassen.

Die Idee der Tiny Gardens ist mittlerweile fast 200 Jahre alt. Der englische Arzt Nathaniel Ward machte bereits Anfang des 19. Jahrhunderts mit seinem „Wardschen Kasten“ transportable Gewächshäuser populär. Diese Erfindung machten sich auch Forschungsreisende wie Alexander von Humboldt zu Nutze, um exotische Pflanzen nach Europa transportieren zu können, ohne dabei kostbares Trinkwasser während der Überfahrt für die Pflanzen zu verbrauchen.

Dass die Minigärten jetzt wieder populär werden, ist auch dem Forschergeist von Kimberly Frost zu verdanken.

Auch ein noch so kleines Stückchen Natur ist nicht nur schön anzusehen, es wirkt genau wie im Großen entspannend und stressmindernd und lässt einen den grauen Winter gleich viel besser überstehen.

 

 

 

 

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